Ausbildungsziel:
Der Open Water Diver stellt eine umfassende Tauchausbildung in Theorie und Praxis dar, um dem Schüler das Tauchen auf eine max. Wassertiefe von 18,00m sicher zu ermöglichen.
Voraussetzungen:
Vollendung des vierzehnten Lebensjahres; geistige und körperliche Fitneß; Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten (bei Minderjährigen); guter Freischwimmer; Tauchtauglichkeitsuntersuchung (nicht älter als 1 Jahr)
Informationen an die Auszubildenden vor Kursbeginn:
Anforderung an die Ausbildungsstufe, Lehrinhalt, Zweck und Ablauf des Kurses, Gültigkeit und Grenzen des angestrebten Kurses, Vorstellung der IDIC-Tauchorganisation (Brevetierungssystem), weitere Möglichkeiten und die zu erwartenden Kosten
Theoretische Ausbildung:
Mindestens 4-6 Lektionen zu folgenden Themen:
Einführung:
Tauchregeln; ABC-Ausrüstung; Demonstration der UW-Zeichensprache; Handhabung und Pflege der Ausrüstung
Gerätekunde:
praktische Demonstration der Handhabung der Ausrüstung
physikalische Gesetze:
deren Bedeutung und Auswirkung auf das Tauchen
- Archimedisches Prinzip
- Gesetz von Boyle Mariotte
- Gesetz von Henry
- Gesetz von Gay Luyssac
- Gesetz von Dalton
Tauchmedizin:
Ohr; Hyperventilation; Lunge; Herz- Kreislaufsystem;
Vergiftungserscheinungen; (CO2, CO, N2, O2)
Dekompressionsunfall; Unterkühlung / Wärmestau; Stimmritzenkrampf; Zähne; Ertrinken im Süß- oder Salzwasser; Panik; lebensbedrohende Verletzungen unter Wasser ;
Tauchgangsplanung:
Tauchgangsberechnungen mit der Deko-Tabelle (Deko 92 / 2000),
Beschreibung und Berechnung von Tauchgangsprofilen,
Nullzeiterklärung, Tauchgangsvor- und -nachbereitung,
Ausrüstungscheck; Briefing etc.
Umweltschutz und Gewässerkunde, Gefahren im und über Wasser etc.
schriftlicher Abschlußtest
Praktische Ausbildung:
Schnorchelausbildung:
Handhabung der ABC-Ausrüstung - Apnoetauchen auf max. 5 m Wassertiefe, Schnorcheln von mindestens 300 m mit ABC-Ausrüstung und mit vollständiger Tauchausrüstung, Ausblasen des Schnorchels, Maske ausblasen, Transport eines verunfallten Tauchers an der Wasseroberfläche, Demonstration eines Bergegriffes, (Rautek), Zeittauchen mindestens 25,00 Sek., Streckentauchen mindestens 20 m
Gerätetauchausbildung:
Zusammenbau und Anlegen der Ausrüstung, Schnorcheln mit gesamter Ausrüstung im brusttiefem Wasser, Wassergewöhnung mit komplettem Gerät, Maske ausblasen, Wechselatmung; UW-Zeichen, Tarierübung, (bei jedem TG Wiederholung und Perfektionierung dieser Übungen mit Steigerung der Wassertiefe). Folgende Tauchgänge und Übungen sind zu absolvieren:
- Partnerkontrolle, Ausrüstungscheck, Tarieren mit Inflator und Mund, Maske ausblasen, Wechselatmung, Geben von 6 Unterwasserzeichen
- alle Übungen des 1. TG sind zu wiederholen, Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen mit deutlichem Stop in 3 m
- alle Übungen des 1. & 2. TG`s sind zu wiederholen, Tarieren in verschiedenen Tiefen
- alle Übungen der vorhergehenden TG sind zu wiederholen, einen aus dem Mund herausgenommenen Lungenautomaten hängen lassen und wiedererlangen, Maske in ca. 5 m Wassertiefe fluten und danach ausblasen
- demonstrieren und Bergen eines verunfallten Tauchers aus max. 5 m Wassertiefe, mit anschließendem Transportschwimmen.
- natürliche Orientierung -> ein Schüler übernimmt unter Vorgabe einer max. Wassertiefe die Führung der Gruppe, der TL ist Teilnehmer.
Nach dem 6. Tauchgang soll der Schüler in der Lage sein, Tauchgänge zu planen und sicher durchzuführen. Alle Tauchgänge sind im Logbuch einzutragen. Tauchzeit pro TG sollte 25 Minuten nicht unter- und 50 Minuten nicht überschreiten. Auf die Witterung sollte Rücksicht genommen werden. Freiwassertauchgänge im Rahmen der Ausbildung dürfen nur bei Tageslicht durchgeführt werden.
Es sind mindestens 6 Freiwassertauchgänge auf einer Tauchtiefe von max. 18 m für die Erlangung des Open Water Diver erforderlich ! Jeder Ausbildungstauchgang darf nur mit max. 2 Tauchschülern im Freiwasser durchgeführt werden!
Die Ausbildung sollte mit zwei voneinander unabhängigen Luftsystemen erfolgen. Die Sicherheit des Tauchschülers hat immer im Vordergrund zu stehen, daher stellt dieser Ausbildungsablauf lediglich eine Empfehlung dar, der bei Notwendigkeit auf Grund örtlicher Gegebenheiten modifiziert werden kann.
Es sollte empfohlen werden weitere Sonderbrevets zu absolvieren.